Showing posts with label Johannes Barthelmes. Show all posts
Showing posts with label Johannes Barthelmes. Show all posts

Wednesday, February 15, 2012

Aktuelle Vita 2012 Jazz Pianist Uli Lenz

Vita Jazz Pianist Uli Lenz

In Frankfurt am Main geboren, begann er mit dem Klavierspiel im Alter von vier Jahren.
In den 1970ern studierte er klassisches Klavier, Komposition und Cello zunächst an Dr. Hoch's Konservatorium, anschliessend an der Staatlichen Hochschule für Musik und
Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Nachts spielte er Jazz in Clubs und Striptease Bars.

In den '80ern tourte Lenz als Begleiter bekannter Saxophonisten durch Frankreich, Spanien, Italien und Israel. Er spielte in der Berliner Clubscene und konzertierte als Solo Pianist auf dem
Berliner JazzFest und bei Jazz Ost West Nürnberg. Er nahm das Piano Solo Album Midnight Candy auf. Solo bereiste er Israel, die Mittelmeerregion und Osteuropa.
1887 war er in der New Yorker Clubscene tätig.

Im Rahmen des New Yorker Hennessy Village Jazz Festivals nahm Lenz 1988 das Trioalbum Live at Sweet Basil mit dem Bassisten Cecil McBee und dem Schlagzeuger Joe Chambers auf.

1989 konzertierte er im Trio mit dem Bassisten Günter Lenz und dem Schlagzeuger Allen
Blairman auf dem Montreux Jazz Festival.

In den '90ern arbeitete Lenz u. a. mit Steve Grossman und Abbey Lincoln.In dieser Dekade gastierte er als Solist weltweit auf internationalen Festivals, unternahm ausgedehnte Konzertreisen. Er bespielte Alben sowohl mit verschiedenen Co-Akteuren, mit dem Saxophonisten Johannes Barthelmes (Konzert der Verlorenen Söhne 1992 und Trane's Tree 1993), mit der Sängerin Patricia Nomakosazana Dhlamini (Trouble in Paradise 1993), mit dem Bassisten Ed Schuller und dem Schlagzeuger Victor Jones (Echoes of Mandela 1997), als auch Piano Solo (Love Channel 1995). 1997 formte Lenz ein Trio mit dem Bassisten Pepe Berns und dem Schlagzeuger Thomas Alkier.
1999 unterschrieb Lenz einen Exclusivvertrag mit dem New Yorker Label Arkadia. Während seiner vielen Afrikagastspiele erwarb sich Lenz den Beinamen "Der auf den Tasten tanzt".

2001 nahm Lenz mit dem Bassisten Ira Coleman, dem Schlagzeuger Horacio "El Negro" Hernandez und dem Gastsolisten TK Blue am Saxophon das Album Rainmaker's Dance für Arkadia auf.
Die Kritiker zählen Rainmaker's Dance zu den besten Jazz CD's der Dekade ab 2000. 2002 konzertierte er im Duo mit Horacio "El Negro" Hernandez in Jungle Dance, einem Exclusivkonzert für DeutschlandRadio Berlin.

In der Folge nahm Lenz weitere Duette mit Nomakosazana und Triojazz mit Ed Schuller und dem Schlagzeuger John Betsch auf. 2005 begann eine langjährige Zusammenarbeit mit dem französischen Saxophonisten François Jeanneau. Mit Jeanneau nahm Lenz Duette auf und bereiste
Russland, Brasilien, Indien, Pakistan und Teile Afrikas.

2007 gründete Lenz das Trio 105 Jazz mit dem Bassisten Gerhard Kubach
und dem Schlagzeuger Zam Johnson. Das Trio unternahm Tourneen durch Russland, den Sudan und Ägypten.

Gegenwärtig setzt Lenz seine Tourneetätigkeit mit François Jeanneau, Ed Schuller, 105 Jazz und als Solo Pianist fort. Er unternimmt auch Tourneen für das Auswärtige Amt, das Goethe-Institut und die
Alliance Française.

Aktuelle Vita Jazzpianzst Uli Lenz
Berlin den 15. Februar 2012

Tuesday, December 9, 2008

Review by Thom "Jurek Konzert der Verlorenen Söhne"

On the sleeve of this live gig recording by pianist Uli Lenz and saxophonist Johannes Barthelmes, a German disc jockey describes this as "one of the best German jazz productions of the past 50 years." Hefty praise coming from one of those persons known to be cynical and hard to please, and who accepts only the finest music for performance on his program. But it's not such an overstatement or exaggeration. In fact, it's pretty much dead-on. This is the duo as art, high art. Inimitable art. This program, recorded in Berlin in 1992, features three Barthelmes compositions, "Soul Eyes" by Mal Waldron, and Steve Grossman's "New Moon." The selection of covers is enough to make one prick up one's ears. But in the hearing, there is only astonishment at how torqued the level of functioning is between these two. From the opening moments of Bathelmes' "Blues for G.," with its long, simply stated 4/4 line and chorus extension by Barthelmes on tenor, it is obvious from the long chords laid down by Lenz that something special is happening. He is doing intuitive vamping here, and not to prescribed changes but according to the playing of his companion. [...] Its modal beginnings shift into intervallic high gear, investigating the tonal reaches of unified harmonics and dissonant extended passages where the lyric line collides with edgy improvisation and decides not to resolve itself, without showing a seam for over 20 minutes. This is as great as it gets in piano and saxophone duos; it must be heard to be believed.

Thom Jurek Allmusicguide 1991

Die hohe Kunst des Duos


»Jazz-Duos gibt's jede Menge. Und es gibt viele gute Duos. Es gibt auch etliche ganz hervorragende Saxophon-Piano Duos, ich kenne sie. Aber um ein solches Duo zu finden, wie es Johannes Barthelmes und Uli Lenz zustande bringen, muß man sich verdammt lang umhören.

In ihren musikalischen Zwiegesprächen reden die beiden nie, wie man das anderwärts oft erlebt, aneinander vorbei. Der Zuhörer spürt förmlich, wie der eine die Gedanken des anderen in sich aufnimmt, sie verarbeitet, beantwortet. Sie haben sich viel zu erzählen, doch nie verfallen sie in Geschwätzigkeit. Dies ist Duo-Musik, die nicht nur aus dem Kopf, sondern auch aus dem Bauch und aus der Seele kommt.

Ich beneide die Zuhörer in der Passionskirche um dieses Live-Erlebnis, aber ich freue mich, daß die "verlorenen Söhne" ihre Message nun per CD ("Konzert der verlorenen Söhne") in die Welt tragen. Und da gehört sie hin: in die Welt. The art of the duo - die Kunst des Duos. Bei Johannes und Uli muß man ein Wort hinzufügen: die HOHE Kunst des Duos.«


Werner Wunderlich,
SüdWestFunk
Released: 16/12/1991

via
http://www.johannesbarthelmes.de/kritiken.html